Mittwoch, 16. September 2015

Wirklichkeit und Möglichkeit

Die Möglichkeit will nicht, was die Wirklichkeit bietet.
Sie will, was sie ihr vorenthält und raubt.
Die Wirklichkeit, wo sie ist, nimmt alles Gebotene
Mit einem Recht, als hätte sie es selbst errungen.
Die Wirklichkeit will bereits gefunden haben,
Was sie nie gesucht, sich aber angeeignet hat.
Die Möglichkeit will für sich nur suchend anders sein,
Wo die Wirklichkeit ihrem Anderssein Grenzen setzt.

Montag, 12. Januar 2015

Dreischritt

Liebe ist Emanzipation.
Emanzipation ist die Liebe zu einem Mehr an Freiheit.
Liebe ist bedingungslose Freiheit.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

...

Nun teilt der gute Nikolaus
die schönen Weihnachtsgaben aus.
Das arme Kind hat sie gemacht,
dem reichen werden sie gebracht.

Erich Mühsam

Freitag, 4. April 2014

Zauberin im Dickicht

Dies Zauberinnen-Lächeln macht glauben:
Aus Mund und Aug erstrahlt das süße Glück
Und kein blinder Teufel könnt ihr dieses rauben,
Der nur ein zwungen Lächeln sieht, wo er's erdrückt

Sollte es entweiht in allen Wirren je verloren gehen,
So lasset alle Hoffnungen, die giftig-süßen, fahren,
Denn niemand könnt dies teure Glück mehr sehen,
Derweil wir rastlos im entzauberten Dickicht harren.

Verblassen sollen all die Träume, die wirren,
Die (durch Distanz) der Tat den Weg versperren.
Unausführbarer, je stärker des Wunsches Zerren.

So hört man denn des Herzens Ketten klirren,
Vor dem das Selbst ungeduldig seinen Posten steht.
Sollt es brennen, bis sein Staub im Wind verweht.

Mittwoch, 26. März 2014

Soziologie

Ich bin die Ungleichheit und das System!
Ich bin die Verblendung und die Ideologie!
Ich bin die Subversion und der Staat,
das Opfer und der Scherge zugleich!

Dienstag, 11. März 2014

Die Nacht (Fragmente)

Die Nacht ist ein Freund
Sie verhüllt
Und keine Reflektion vermag
Den hellen Schein des Tages aufzudecken
Noch möge man mich nicht wecken
Lieber geruhsam bis zu seinem Ende
Mit anschmiegsamen Decken
In warme Tücher hüllen
Wo die Kälte des hellen Scheins
Jeden Gedanken raubt
Der toben will und da braust
Bis du mit deinem Kopf
Gegen offene Türen haust
Und sie verschlossen glaubst

Der Raum dahinter
Ist so leer wie der Verstand
Den kein Mensch gebraucht
Er bleibt der Realität so unverwandt
Da man den Rest der Welt verkannt

Mir ist so kalt
Dass ich die eigne Kälte spür
Die unbemerkt in meine Glieder kroch
In all dem Gewirr kreist sie nur
Um das erkaltete Selbst
Das nur noch das verlorene Gefühl
Trotz all dem Gewühl
Erwärmen wollt
Der Kältetod bleibt
Das angenehmste Ende allen Sterbens
Wo sterben brennen heißt
Und leben nicht vergebens sein soll

Anmerkung: brennen heißt leben, heißt sterben.

Samstag, 1. März 2014

Lieber Deutscher,

Es lohnt nicht, dich zu verachten
Besser wär‘s
Wenn wir über'nander lachten
Sicher nichts verkehrt’s
Wenn du nicht so schrecklich
Geschäftig wärst!

Freitag, 25. Oktober 2013

die welt im schwarzen kleid

ich sehe die welt im schwarzen kleid
in ihrer schwärze leuchtet sie mir ein
vor ihrem dunklen hintergrund
leuchtet jeder stern am himmel hell
der sich den suchenden blicken offenbart
bevor ich verzagt im grauen triebe
will ich alles leuchtend greifen und vereinen
will es versammeln und das grau verneinen
das nur verschlucken und verschleiern ist
mit zweifeln soll die welt ihr schwarzes kleid
in hellleuchtender nacht offen tragen
dass wir sie wieder liebevoll entkleiden mögen
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Die Phiole des Homunkulus

"Gib nach dem löblichen Verlangen - Von vorn die Schöpfung anzufangen, - Zu raschem Wirken sei bereit! - Da regst du dich nach ewigen Normen, - Durch tausend abertausend Formen, - Und bis zum Menschen hast du Zeit."

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